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VMWare auf Ubuntu

Mit Hilfe von VMWare Server oder VMWare Player und Ubuntu kannst du dir eine kostenlose virtuelle Umgebung basteln


Was ist VMWare wird dir hier beantwortet:
VMWare_Server_vs._Virtual_PC

Schritt für Schritt Anleitung zur Ubuntu Installation bekommst du hier:
Ubuntu_installieren

Versionen
kostenlos gibt es von VMWare:
den VMWare Server und den VMWare Player.
der VMWare Player ist unter Ubuntu meisst einfacher zu installieren als der VMWare Server.
Dies liegt hauptsächlich daran, dass sehr selten neue Versionen des VMWare Servers verfügbar sind, Ubuntu aber jedes halbe Jahr ein neues Release veröffentlicht und der VMWare Server dann meist nur mit Anpassungen und Tricks bewegt werden kann, siehe weiter unten.
Ganz ehrlich: ich hab es aufgegeben, kann also nicht sagen, ob VMWare Server mit Ubuntu ab 11.04 funktioniert (ev. helfen hier beschriebene Anpassungen für ältere Versionen)
Der VMWare Server kann virtuelle Maschinen erstellen und z.B. pro virtuelle Maschine einen Snapshot generieren, sowie: Autostart der virtuellen Maschinen

zurück zum VMWare Player: der VMWare Player kann seit Version 3.0 auch virtuelle Maschinen erzeugen. Unterschied zum VMWare Server: der Benutzer muss angemeldet sein um die virtuellen Gast-Betriebssysteme zu starten, beim VMWare Server laufen diese auch ohne Benutzeranmeldung.


VMWare Player
die Installation des VMWare Player ist meist problemlos:
getestet mit Ubuntu 10.04 und VMWare Player 3.1.0-261024
Downloaden unter: www.vmware.com/tryvmware/p/activate.php?p=player&lp=default (Anmeldung erforderlich)
über das Terminal in den Ordner wechseln in dem sich der Download befindet dann:
chmod 777 VMware-Player-3.1.0-261024.x86_64.bundle
sudo ./VMware-Player-3.1.0-261024.x86_64.bundle

startet den Setup Wizard
auch VMWare Workstation funktioniert mit allen Ubuntu Versionen problemlos (ist aber kostenpflichtig)

Alternative
die wohl beste Alternative zu VMWare unter Ubuntu ist VirtualBox VirtualBox
VirtualBox kann mit VMWare Festplatten-dateien (vmdk) und mit ovf-Templates (Open Virtualization Format) umgehen.
Virtualbox besitzt allerdings eine andere virtuelle Hardware und somit ist ein eins zu eins Austausch von virtuellen Maschinen zwischen Virtualbox und VMWare meist nicht möglich. Für Virtualbox sprechen aber die einfache Installation (funktioniert einfach) und die unzähligen Features, wie Snapshots, Grafikbeschleunigung, USB Support, ...  

die VM-Ware Server Installation:
getestete Versionen:
Ubuntu Version 6.06, 6.10 , 7.04 , 8.04, 8.10, 9.04 32-bit und 64-bit, VM Ware Server: 1.01 , 1.03 , 1.04 , 1.05 ,1.06, 1.07, 1.08 1.09, 1.10, 2.00, 2.01 2.02

zum Start in das Terminal wechseln:
Anwendungen

mit sudo -s auf root wechseln
Passwort eingeben
benötigte Pakete nachinstallieren:
apt-get install ssh openssh-server libxtst6 xinetd wget build-essential linux-headers-$(uname -r)

bei 32bit Installationen:
apt-get install gcc binutils-doc cpp-doc make manpages-dev autoconf automake1.9 libtool flex bison gdb gcc-doc libc6-dev-amd64 lib64gcc1

bei 64bit Installationen:
apt-get install binutils-doc cpp-doc manpages-dev autoconf automake1.9 libtool flex bison gcc-doc ia32-libs libc6-i386



mit Hilfe von Firefox VMware-downloaden:
www.vmware.com/download/server/


Entpacken und Installation:
Wichtig: der Installer mag es nicht, wenn er nicht direkt aus dem Installationsverzeichnis aufgerufen wird:
also wieder ins Terminal wechseln, zu dem Pfad in dem du die VMWare installation abgelegt hast, dann:
tar xvfz VMware-server-*.tar.gz
cd vmware-server-distrib
./vmware-install.pl


Ubuntu 10.04 und VMWare 1.10 oder VMWare 2.02
mit Ubuntu 10.04 haben wir wie schon so oft mit anderen Versionen folgenden Fehler:

Unable to build the vmmon module.

For more information on how to troubleshoot module-related problems, please
visit our Web site at http://www.vmware.com/download/modules/modules.html and
http://www.vmware.com/support/reference/linux/prebuilt_modules_linux.html.

Execution aborted.


leider habern wir für diese Ubuntu Version noch keine Lösung.

Ubuntu 8.04 / 8.10 / 9.04 und VMWare 2.0; 2.01; 2.02
VMWare 2.0 ist rein Web basierend, die Konsole wird aus der Weboberfläche gestartet.
Ich hatte bei der Installation das Problem, dass Firefox ab Version 3.02 und das VMWare Plugin für die Web Konsole nicht miteinander mochten, von einem anderen Rechner mit IE7 hat es aber funktioniert.
Aus diesem Grund hab ich mir die Version 1.10 auf den Rechner installiert.

nun aber zur Installation:
bei der Installation anfallende Fragen mit den Default Werten bestätigen,
wichtig: beim der Frage: The current adminstrative user for VMWare Server is '' unbedingt einen User angeben: (der User muss im System existieren: entweder den Anmeldeuser oder root)
Aufrufen kannst du VMWare dann im Firefox: https://localhost:8333; Zertifikat bestätigen und fertig.

Ein Workaround um die VMWare Remote Console ohne Firefox zum laufen zu bringen:
/usr/lib64/vmware/webAccess/tomcat/apache-tomcat-6.0.16/webapps/ui/plugin
die Datei vmware-vmrc-linux-x64.xpi entpacken und unter Plugins die Datei vmware-vmrc starten: nach Eingabe von localhost:8333 und Benutzername bzw. Passwort lässt sich die Konsole öffnen.

Ubuntu 8.04 / 8.10 / 9.04 und VMWare 1.06 / 1.07 / 1.08 /1.09 / 1.10:

um die Default-Werte für die Installation zu verwenden, anfallende Fragen einfach mit Enter bestätigen
am Ende der Installation mußt du eine Seriennummer angeben, diese kannst du dir nach einer kostenlosen Registrierung auf der VMWare Seite holen: www.vmware.com
die 1.0.10 Version von VMWare Server findest du unter: downloads.vmware.com/d/info/datacenter_downloads/vmware_server/1_0 (wird von VMWare nicht mehr so offensichtlich auf der Homepage angeboten, Sicherheitsupdates wurden bis jetzt aber immer noch aktualisiert.)

ab Version 1.06 ist die Installation ein wenig einfacher als mit den Vorgängerversionen (der Kernel wird automatisch erkannt)
bei Version 1.08 hatte ich folgende Meldung:
Your kernel was built with gcc version 4.2.3, while you are trying to use /usr/bin/gcc version 4.2.4. ... hab ich einfach mit yes beantwortet

Mit Ubuntu Version 8.10 bzw. 9.04 wirds aber schon wieder komplizierter: Um VMWare Version 1.09 oder 1.10 unter Ubuntu 8.10 bzw. 9.04 zum laufen zu bringen hab ich folgendes Update benötigt:
wget -c http://www.insecure.ws/warehouse/vmware-update-2.6.31-5.5.9.tar.bz2
tar xvfj vmware-update-2.6.31-5.5.9.tar.bz2
cd vmware-update-2.6.31-5.5.9.tar.bz2
./runme.pl


bie Ubuntu Version 8.10 nach der Installation folgende Zeilen in das Terminal eingeben:
sudo ln -sf /lib/libgcc_s.so.1 /usr/lib/vmware/lib/libgcc_s.so.1/libgcc_s.so.1

Lösung für Ubuntu 7.04 und VMWare 1.03:
Die Ubuntu Version 7.04 und VMWare 1.03 wird nicht fehlerfrei durchlaufen:
die Installation bleibt bei der Überprüfung des Kernels hängen.
Um VMWare trotzdem installieren zu können müssen wir folgendes Modul nachladen:
apt-get install vmware-server-kernel-modules-2.6.20-15
Das Modul landet dann in folgendem Ordner: /lib/modules/<kernelversion>/vmware-server/
Für die Installation brauchen wir das Modul aber in folgendem Ordner:
/usr/lib/vmware/modules/binary/<kernelversion>
die Kernelversion kannst du so auslesen: uname -a (bei mir: 2.6.20-15-generic)
Außerdem müssen die Dateien (vmmon.ko & vmnet.ko) mit der Endung *.ko auf *.o umbenannt werden:
also mit mkdir den Ordner /usr/lib/vmware/modules/binary/<kernelversion>/objects anlegen
dann mit cp /lib/modules/<kernelversion>/vmware-server/vmmon.ko /usr/lib/vmware/modules/binary/<kernelversion>/objects/vmmon.o
und cp /lib/modules/<kernelversion>/vmware-server/vmnet.ko /usr/lib/vmware/modules/binary/<kernelversion>/objects/vmnet.o
die Dateien in den richtigen Ordner bringen
Außerdem brauchen wir in /usr/lib/vmware/modules/binary/<kernelversion> noch eine Datei mit Namen: properties mit folgendem Inhalt:

UtsRelease 2.6.20-15-generic
UtsVersion #2 SMP UTC 2007 i686 GNU/Linux
UtsMachine i386
ModVersion yes
SMP yes
PageOffset C0000000
Comment Ubuntu7.04, 2.6.20-15, i686, generic

2.6.20-15 bzw. generic muss ev. angepasst werden je nach uname -a Ergebnis
die Datei kann mit sudo gedit angelegt werden (startet den Editor)
dann die VMWare installation nochmal starten und die Sache sollte funktionieren.

bei Ubuntu 8.04 und VMWare 1.04 bzw. 1.05:
brauchst du das vmware-any-any-update116.
VMware wie oben beschrieben installieren, wenn folgende Meldung kommt:
Before running VMware Server for the first time, you need to configure it by invoking the following command: /usr/bin/vmware-config.pl. Do you want this program to invoke the command for you now? [yes]
mit n beantworten,
dann vmware-any-any-update116 runterladen und die runme.pl ausführen (zu finden unter: ubuntuforums.org/showpost.php?p=4357442&postcount=10 )
Jetzt kommt wieder die Frage ob du vmware-config.pl ausführen willst, diesmal mit yes beantworten.
VMware kann dann mit dem Befehl vmware gestartet werden.
sollte ein Fehler mit libgcc_s.so.1 ... kommen musst du noch folgende 2 Befehle ausführen:
sudo cp /lib/libgcc_s.so.1 /usr/lib/vmware/lib/libgcc_s.so.1/
sudo cp /usr/lib/libpng12.so.0 /usr/lib/vmware/lib/libpng12.so.0/


bei der 64bit Version braucht es noch 2 Befehle:
sudo ln -s /usr/lib32 /usr/l32
sudo sed -i -e 's/usr\/lib/usr\/l32/g' /usr/lib32/gtk-2.0/2.10.0/loader-files.d/libgtk2.0-0.loaders
sudo sed -i -e 's/usr\/lib/usr\/l32/g' /usr/lib32/libgdk_pixbuf-2.0.so.0.1200.9


nachdem hoffentlich alles ohne Problem durchgelaufen ist, funktioniert
VMWare jetzt!
nähere Infos zur Bedienung:   Virtuelle Maschinen in VMWare Server

ev. Problem bei Kernelupdate
Durch das Update über die Aktualisierungsverwaltung, kann es vorkommen, dass der Kernel ausgetauscht wird, ich hatte dabei schon mehrfach das Problem, dass VMWare nach einem Update nicht mehr funktioniert hat. Meist hat eine neuerliche Installation  (./vmware-install.pl) geholfen.
Als letzten Ausweg kannst du aber auch einfach den alten Kernel laden:
beim Update von Kernel 2.6.24-16 auf Kernel 2.6.24-17 über die Aktualisierungsverwaltung, hat sich VMWare bei mir nicht mehr starten lassen, auch ein erneutes Ausführen des vmware-any-any-update116 bzw. Neuinstallation von VMware hat nicht geholfen.
Um das Problem dennoch zu lösen, hab ich im Grub Bootloader auf den Kernel 2.6.24-16 zurückgestellt:
sudo gedit /boot/grub/menu.lst
dort folgende Zeilen

title Ubuntu 8.04, kernel 2.6.24-16-generic
root (hd?,?)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.24-17-generic root=???? ro quiet splash xforcevesa
initrd /boot/initrd.img-2.6.24-17-generic
quiet

vor dem Abschnitt mit Ubuntu 8.04, kernel 2.6.24-17-generic
verschieben. Alternativ könnte auch bei jedem PC-Start mit dem Ubuntu 8.04, kernel 2.6.24-16-generic gestartet werden (wenn VMWare benötigt wird).


VMWARE MUI Zugriff vom Browser:
Damit VMWare von anderen Rechnern aus über den Browser erreichbar ist, brauchen wir noch einen Zusatz:
zum Download bzw. der Installation wieder ins Terminal:
sudo -s
wget http://download3.vmware.com/software/vmserver/VMware-mui-1.0.1-29996.tar.gz
tar xvzf VMware-mui*
cd vmware-mui-distrib/
./vmware-install.pl

nach erfolgreicher Installation erfolgt der Aufruf dann im Browser http://localhost:8333/, bzw. von einem anderen Rechner aus http://ip_des_vmware_rechners:8333/

VMWare deinstallieren
sudo vmware-uninstall.pl


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