Ändern der Partition von MBR auf GPT

Für einen Wechsel des Partitionsstils von MBR (Master Boot Record) auf GPT (GUID Partition Table) gab es seitens Microsoft lange Zeit keine Möglichkeit vorhandene Partitionen zu konvertieren.  Dieser Umstand hat sich dank des Commandlinetools "mbr2gbt.exe" geändert, siehe technet.microsoft.com/itpro/windows/deploy/mbr-to-gpt  

Eine Alternative zum offiziellen Weg stellt das Programm Testdisk dar. Auch mit Testdisk kann die Festplatte, ohne Datenverlust, von MBR auf GPT geändert werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, muss natürlich trotzdem ein Backup erstellt werden, zum Beispiel in Form eines  Systemabbilds oder Festplattenimage

MBR zu GPT warum?

Beim Initialisieren des Datenträgers kann zwischen MBR und GPT gewählt werden. Ein Grund für das Ändern der Festplatte von MBR auf GPT, ist das Erweitern einer Partition auf über 2TB. Partitionen einer MBR Festplatten sind auf 2TB limitiert, GPT Partitionen können in Windows bis zu 256TB groß sein.

 

Ein anderer Grund ist der Umstieg von BIOS (Legacy Boot) auf UEFI. Ein UEFI-Boot setzt eine GPT Partition voraus. Wenn das Betriebsystem im BIOS-Modus installiert wird, initialisiert das Setup die Festplatte mit MBR.

Testdisk starten (aus Live-Linux:Ubuntu)

Ursprünglich versuchte ich eine zusätzliche Festplatte in Windows 10 von MBR auf GPT zu ändern (testdisk_win.exe): der "Write" Befehl war dabei nicht erfolgreich: "unable to write", auch nachdem ich die Festplatte "Offline" gesetzt habe. Für das erfolgreiche Ändern des Partitionsstils musste ich den PC mit einem alternativen Betriebssystem starten. Ich hab dazu die Ubuntu Installations DVD verwendet, siehe: Ubuntu installieren oder Live-System starten.

Ohne DVD Laufwerk kann der PC auch mit einem USB-Stick gestartet werden, siehe: bootfähiger Live-USB Stick mit Ubuntu   

Testdisk: MBR zu GPT

Nachdem Testdisk von einer DVD oder einem USB gestartet wurde,  geht es weiter mit: "Create" und der Auswahl des gewünschten Laufwerks:

dann auf EFI GPT

"Analyse" und "Quick Search"

folgende Anzeige mit "Enter" bestätigen:

und "Write"

Nach einem Neustart in die Windows Installation, ist der Datenträger jetzt mit GPT initialisiert und alle ursprünglichen Daten sind vorhanden.

Ein Grund für den Umstieg auf GPT ist das 2TB Limit, daher hab ich die Festplatte zum Test auf 2500GB erweitert:

Auch nach dieser Aktion sind noch alle Daten vorhanden. 

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veröffentlicht am 10.01.2016 von Bernhard
geändert am 12.04.2017 von Bernhard



Fragen / Kommentare


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✍anonym
erstellt am 16.02.2021 10:02
Hallo,
leider startet nach der Änderung des Partitions-Formats die Installation nicht mehr, nachdem es eine VM ist, kann ich das oft genug testen.
Es scheint jedenfalls ein Problem bei der Auswahl der Partition zu geben.
Wenn ich die Anleitung verfolge und von Ubuntu starte, sowie per TestDisk die Änderung durchführe, dann habe ich nach Analyse und Quick-Search mehrere Einträge, als im Screenshot.
Ich wähle die erste Partition "System-reserviert" aus und schreibe die Änderung, nach dem Neustart wird kein bootfähiges Medium gefunden.
✍anonym
erstellt am 16.02.2021 20:02
Für alle, die das erfolgreich machen wollen:

1. GPTGEN von SourceForge > entpacken > z.B. C:\TOOLS\GPTGEN
2. Elevated CMD ausführen > C:\TOOLS\GPTGEN\gptgen.exe -w \\.\physicaldrive# > z.B. Drive 0 - dann #=0
> Sollte eine Meldung kommen, dass man mind 33 Sektoren am Ende benötigt, dann muss man noch mittels GParted z.B. 8MB ans Ende der Disk schieben.
3. Herunterfahren und im BIOS auf UEFI wechseln
4. Von Win10-Setup booten und Reparatur-Konsole starten > Eingabeaufforderung ausführen
5. diskpart starten 
> list disk 
> select disk # (wenn Disk1, dann #=1) 
> list  partition 
> select partition # (wenn System-Reserviert 1, dann #=1) 
> delete partition
> create partition efi
> format fs=fat32 quick
> assign letter=m:
> exit
6. notepad > damit man den Laufwerksbuchstaben für die Windows-Partition herausfinden kann > z.B. also D:
7. bcdboot D:\windows /s M: /f All
8. exit
9. Ausschalten
10. Neustarten > Windows startet > msinfo UEFI verifizeren

erstellt von anonym

✍anonym
erstellt am 26.12.2019 22:12
User: Kamaal 
Nach erfolgter, erfolgreicher  Umstellung war die vorletzte Partitionierung aktiv. D.h. 4 statt 3 Partitionen. 
Somit Win 7 gekillt. Konnte die Daten aber via Linux retten.
Nun alles neu aufgesetzt mit Win 10.  Unter dem Strich nichts gewonnen.

✍anonym
erstellt am 29.10.2016 19:10
User: migudent 
Danke für die gute Beschreibung, hat alles geklappt!

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