Es kommt immer eine "automatische Reparatur" die jedoch fehlschlägt.
System zerschossen.
Kostenlose Tools, zum Klonen einer Festplatte, können meist keine große Partition und somit große Festplatte auf eine kleinere klonen. Dank des Befehls "Volume verkleinern" in der Datenträgerverwaltung von Windows, kann die Festplatte aber für den Klonvorgang vorbereitet werden und dann mit Hilfe von Open-Source-Tools geklont werden. Somit kann z.B. eine Windows-Installation, mit allen Daten auf eine andere Disk übersiedelt werden. Um den PC mit sehr wenig Aufwand zu beschleunigen, wird als Ziel meist eine kleinere SSD verwendet. Mit der hier beschriebene Vorgehensweise, funktioniert der Klonvorgang auch von einer herkömmlichen Festplatte auf eine kleinere SSD, ganz ohne kommerzielle Tools.
Ziel dieses Beitrags Aufwand Voraussetzung
auf eine andere übertragen
Bootmedium, Zielfestplatte

Der Klonvorgang ist unabhängig vom verwendeten Festplattentyp, ich habe diesen mit Windows 8 / 10 und Windows 11 und unter Linux getestet. Weitere Tools und Infos zum Klonen einer Festplatte gibt es in folgendem Artikel: Festplatte klonen - Tools Übersicht
Bei meinen Tests habe ich unter anderem eine 130 GB Festplatte mit vorhandener Windows 11-Installation auf eine 40GB Festplatte geklont. Die tatsächliche Festplattengröße spielt beim Klonen keine Rolle, vorausgesetzt der belegte Speicherplatz der Quellfestplatte ist nicht größer als die Zielfestplatte. Falls es knapp wird, sollte nicht benötigte Dateien gelöscht oder auf eine externe Festplatte verschoben werden.
Da kostenlose Imagetools wie dd (Disk Dump) blockbasiert arbeiten und somit die eigentlichen Daten auf der Festplatte nicht erkennen können, müssen wir beim Klonen auf ein kleineres Ziel ein wenig nachhelfen. Als Vorbereitung für den Klonvorgang müssen wir die Datenpartition der Quellfestplatte verkleinern. (Keine Angst, die Platte kann später jederzeit wieder größer gemacht werden.)
Das Verkleinern der Partition ist in Windows und Linux etwas unterschiedlich, der Klonvorgang ist für beide Betriebssysteme ident.
Windows 11 besitzt eine Recovery-Partition am Ende des Datenträgers. Nachdem die Partition für den Betrieb von Windows nicht zwingend benötigt wird, muss diese nicht geklont werden. Wer die Wiederherstellungspartition nach dem Klonvorgang erneut anlegen will, sollte vorab den Befehl "reagentc /disable" in der Eingabeaufforderung ausführen, dieser schreibt den Inhalt der Partition in eine Datei im Filesystem, siehe: Windows fehlende Wiederherstellungspartition erzeugen.
C:\WINDOWS\system32> reagentc /enable
REAGENTC.EXE: Operation Successful.
Alternativ wird die Partition bei einem Windows Upgrade über das Installationsmedium wieder angelegt.
Zum Verkleinern der Partition wechsle ich in die Datenträgerverwaltung: (In Windows 10 einfach nach "Datenträgerverwaltung" suchen oder in Windows 11: Rechtsklick auf das Windows-Symbol und "Datenträgerverwaltung")
In der Datenträgerverwaltung können wir die C: Partition verkleinern, am besten so klein wie möglich. Die Partition kann nach dem Klonvorgang wieder auf eine beliebige Größe erweitert werden.
Sollte das Verkleinern nur auf einen bestimmten Wert möglich sein, aber noch genügend freier Platz auf der Festplatte vorhanden sein, hilft ev. ein Defragmentieren der Festplatte.
Bei Verwendung von dd (Disk Dump) wird die Wiederherstellungspartition abhängig vom Speicherplatz der Zielfestplatte ev. gar nicht oder nur teilweise geklont und muss später bereinigt werden. Die Größe der EFI und C-Partition muss sich am Anfang des Datenträgers befinden und darf den Speicherplatz der Zielfestplatte nicht überschreiten.
Wer bei einem Linux-Rechner eine große auf eine kleine Festplatte klonen möchte, kann die Partition wie folgt verkleinern:
Um meine NAS-Installation OMV von einer SATA 500GB Festplatte auf eine 240GB SSD zu bekommen, habe ich den PC mit einer Ubuntu Live-CD gebootet, Gparted gestartet und die OriginalHDD /dev/sdb1 von 458 auf 215GB verkleinert. Am Ende der Festplatte befindet sich eine Swap-Partition, diese ignoriere ich fürs Erste einmal ...
sudo fdisk -l
Disk /dev/sdb: 465.8 GiB, 500107862016 bytes, 976773168 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 4096 bytes
I/O size (minimum/optimal): 4096 bytes / 4096 bytes
Disklabel type: dos
Device Boot Start End Sectors Size Id Type
/dev/sdb1 * 2048 960702463 960700416 458.1G 83 Linux
/dev/sdb2 960704510 976771071 16066562 7.7G 5 Extended
/dev/sdb5 960704512 976771071 16066560 7.7G 82 Linux swap / Solaris
Folgende Vorgehensweise:
sudo dd if=/dev/sdb of=/dev/sdadd: writing to '/dev/sda':
No space left on device
468862129+0 records in
468862128+0 records out
240057409536 bytes (240 GB, 224 GiB) copied, 22352.8 s, 10.7 MB/s
dev/sda2 gelöscht und eine extended partition angelegt, mit Linux Swap
Beim ersten Start mit der geklonten Festplatte war es dann erforderlich fsck auszuführen ... fsck /dev/sda1
Bei modernen Computern mit UEFI BIOS oder SATA Disken muss zusätzlich vor dem eigentlichen Klonvorgang ev. Secure Boot deaktiviert werden, da der Computer ansonsten nicht von CD / DVD bootet, bzw. Clonezilla die Festplatte eventuell nicht erkennt. Wichtig ist dabei natürlich auch die Bootreihenfolge: CD/DVD zuerst.
Nachdem die Quellfestplatte vorbereitet wurde, können wir jetzt eine 2te Festplatte an das System anschließen und die Platte auf diese klonen. Bis Windows 10 habe ich für den Klonvorgang CloneZilla verwendet, für Windows 11 das DD-Kommando, welcher Bestandteil der meisten Linux-Distributionen oder Live-Linux-CDs ist und somit auch in der Shell des CloneZilla-Bootmediums zur Verfügung steht…
Anstelle von CloneZilla könnte also auch ein Ubuntu-Setup-Medium verwendet werden. Nachdem Clonezilla relativ schlank ist, verwende ich hier die CloneZilla CD für das booten. (CD einlegen und von CD / DVD starten auswählen, siehe den Computer von USB oder DVD starten - UEFI o. BIOS). Zum Download, siehe: Download Clonezilla
Nach der Auswahl der Tastatur-Einstellungen starte ich die Shell:

Zuerst benutze ich den Befehl "fdisk -l", um alle Festplatten anzuzeigen:
sudo fdisk -l
Danach genügt ein einfacher dd-Befehl, um einen Datenträger auf einen anderen zu klonen:

Hier meine verwendeten Befehle für den eigentlichen Klonvorgang:
sudo dd if=/dev/sda of=/dev/sdb bs=100M status=progress
if=(Quellfesttplattte) of=(Zielfestplatte)
siehe auch: dd verwenden, um die Festplatte Block für Block zu klonen oder ein Image zu erstellen
Anschließend, die große Quellfestplatte ausbauen, im BIOS die ursprünglichen Einstellungen wiederherstellen und den PC mit der geklonten Zielfestplatte starten:
Bei Verwendung von dd stimmt nach dem Klonvorgang die Festplattengröße nicht mehr, entsprechend wurde bei mir die Größe der Originalfestplatte angezeigt, was ich erst durch den Einsatz von diskpart in der Eingabeaufforderung korrigieren konnte:
Erst nachdem ich die eigentlich nicht vorhandene Wiederherstellungspartition mit diskpart gelöscht habe, wurde die Diskgrösse korrigiert:
Eingabeaufforderung:
diskpart
list disk
select disk xx
list partition
select partition xx
delete partition override
An den Befehlen muss natürlich die Nummer der Disk (z.B. select disk 0) und die Nummer der Partition (z.B. select partition 4) angepasst werden:


Im Anschluss konnte ich die C-Partition um den restlichen freien Speicherplatz erweitern, dazu wieder zurück in die Datenträgerverwaltung und die Partitionsgröße den neuen Gegebenheiten anpassen, mittels Volume erweitern:


Dieser Artikel ist auch als englischsprachiges Video verfügbar:
Durch das Vorbereiten der Festplatte im Betriebssystem: in Windows oder Linux, wird es möglich, mit kostenlosen Tools, als Beispiel DD, eine große Festplatte auf eine kleinere zu klonen. Einen Überblick über Tool für das Klonen von Festplatten liefert dieser Artikel: Festplatte klonen, kopieren, Image erstellen, Tools
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