Kein wp-admin? Warum diese Site kein WordPress verwendet.

This page is also available in English

In den Logs meines Webservers sehe ich immer wieder Zugriffsversuche auf /wp-admin, den Pfad den WordPress für dessen Verwaltung verwendet. Wer auch immer versucht sich auf der Seite mit wp-admin anzumelden: Das könnt ihr vergessen: Diese Website verwendet WordPress gar nicht!

Die Geschichte dieser Seite

Warum ich kein WordPress verwende, hat ein wenig mit der Geschichte dieser Seite zu tun, ich schätze dazu muss ich ein wenig ausholen. Diese Seite und dessen Domain existiert bereits seit dem Jahr 2003 also schon länger als das initiale Release von WordPress.

Meine allererste Website in 2003 war mit statischen HTML-Dateien und iFrames aufgebaut. Später habe ich mich im PHP-Programmieren versucht und ab 2005 ein eigenes CMS geschrieben: cms.libe.net. Damals ist mir am Markt kein brauchbares fertiges System untergekommen, weshalb ich den Versuch startete selbst ein CMS zu schreiben. Das Ergebnis hat wohl funktioniert, war aber nur bedingt erweiterbar, umständlich in der Bedienung und der Quellcode voller Anfängerfehler. Anders als bei den damaligen klassischen Blogs hatte ich immer schon eine gewisse Menüstruktur auf der Seite und verjünge alte Artikel auch heute noch immer wieder mal, indem ich diese überarbeite. Am ehesten hat Joomla damals meinen Anforderungen Genüge getan und ich habe mich nach einiger Zeit mit der Bedienung relativ gut zurechtgefunden und damals Joomla auch anderen empfohlen. Meine damalige Erkenntnis war, dass Joomla in der damaligen Version keinesfalls für Senioren geeignet war. Für meine Begriffe war die Bedienung damals auch viel zu umständlich.

Etwas enttäuscht von den damals verfügbaren Systemen habe ich eine zweite Version von cms.libe.net ab 2011 komplett neugeschrieben. Das Ergebnis mit dem Namen LiBe CMS ist heute noch unter cms.libe.net zu finden und bei einigen Websites im Einsatz. Nachdem ich kein gelernter Programmierer bin und ich mehr oder weniger so lange herumprobiert habe, bis alles meinen Vorstellungen entsprechend funktionierte, spiegelt der Quellcode von LiBe CMS meinen Wissensstand von 2011 wider. Das System ist nicht unbedingt schlecht, zum Beispiel ist es wirklich einfach zu bedienen, unglaublich klein, hat eine Selbstupdate-Funktion, benötigt sehr wenig Arbeitsspeicher, keine Datenbank und ist und pfeilschnell. Dank meiner damals mangelhaften Programmierkenntnisse verwendet es keine neuen PHP-Funktionen und ist daher mit allen möglichen PHP-Versionen kompatibel. Da die Admin-Oberfläche rein mit einem Passwort geschützt ist, sind die Grenzen des Systems erreicht, wenn es darum geht mehrere Benutzer anzumelden oder verschiedene Rechte zu vergeben. Außerdem habe ich damals versucht bestimmte andere Websites automatisch zu besuchen und als Beispiel Versionsnummern von Softwareprogrammen automatisch zu überwachen. An diesem Punkt habe ich mich selbst übertroffen und einen nicht veröffentlichten Zusatz zu LiBe CMS geschrieben der de facto nicht mehr wartbar war.

Zu dem Zeitpunkt wäre WordPress sicherlich eine valide Option gewesen und neben den verfügbaren CMS-Systemen habe ich mich auch am Markt bezüglich Web-Frameworks umgesehen und bin dann irgendwie bei Laravel hängen geblieben. Das Thema programmieren noch nicht ganz verworfen, wollte ich mein Wissen erweitern und habe daher ab 2016 versucht Laravel näher zu verstehen und nützen zu können. Wer sich mit Laravel auseinandersetzt, muss sich zwangsläufig mit dessen Unterbau befassen und kann dabei so einiges lernen wie ein Projekt möglichst modular und nachhaltig wartbar aufgebaut werden kann: Zumindest war das bei mir so. Neben Composer, NPM und Vue.js habe ich erstmals auch GIT für die Versionierung versucht. Zuerst hatte ich noch nicht einmal vor LiBe CMS zu ersetzten aber später dennoch konkrete Überlegungen angestellt, wie ich mit Laravel ein CMS aufbauen würde. Aus den Überlegungen ist schlussendlich mein drittes CMS entstanden: Und, diese Seite und meine zweite Seite www.script-example.com verwenden Laravel seit 2020 als Unterbau.

Neue Website: Nimm einfach WordPress

Zusammengefasst, kann ich WordPress für all jene empfehlen, die nicht gerade programmieren können oder lernen wollen, oder einfach keine Zeit dafür investieren wollen. Sollten die Anforderungen an die Seite dem Mainstream entsprechen, spricht nichts gegen ein fertiges bewährtes System wie WordPress. Der Vorteil eines eigenen Systems im Vergleich zu WordPress ist allerdings, dass damit ohne fertiger kostenpflichtiger Plugins zusätzliche Funktion implementiert werden können.

Einige Erfahrungen im Umgang mit Laravel, habe ich auf meiner zweiten Seite veröffentlicht: www.script-example.com/topic/laravel

Für den Betrieb auf dem eigenen Server, siehe auch WordPress in Docker inkl. HTTPS Let’s Encrypt-Setup

positive Bewertung({{pro_count}})
Beitrag bewerten:
{{percentage}} % positiv
negative Bewertung({{con_count}})

DANKE für deine Bewertung!

Veröffentlichung: 05.09.2022 von Bernhard


Top-Artikel in diesem Bereich


Docker Mailserver selbst betreiben | ein Erfahrungsbericht
Mithilfe eines geeigneten Docker-Images ist es relativ einfach einen Mailserver selbst zu betreiben. Ursprünglich habe ich den integrierten Mailserver des Host Europe vServers (Plesk) verwendet und bin bei der Suche nach einem Ersatz auf einen sehr einfachen Docker-Container gestoßen. Der schlanke Container liefert einen Mailserver ohne grafische Verwaltungsoberfläche, kann aber mit wenigen einfachen Befehlen verwaltet werden. Für das Senden und Empfangen der Mails kann ein beliebiger E-Mail-Cli...

Nextcloud Server Docker | Einrichtung +https: Let’s Encrypt [ssl]
Um mit meinem NAS Kontakte, Termine und Fotos zu synchronisieren, habe ich Nextcloud getestet und damit anderen Cloudanbietern für meine privaten Daten ein Stück weit den Rücken gekehrt. Dank Docker ist die Installation einfacher und flexibler denn je und ermöglicht es, Nextcloud auf einer beinahe beliebigen Hardware zu betreiben.

sichere https Verbindung: Traefik Reverse Proxy + Let´s Encrypt
Für nahezu alle bekannten Websysteme gibt es fertige Docker-Container, bzw. können diese relativ einfach selbst erstellt oder bestehende Container angepasst werden. Als Docker-Container können die Webservices sehr einfacher installiert und betrieben werden. Wer einen Webservice über das Internet veröffentlicht, sollte dafür heute unbedingt eine verschlüsselte Verbindung (SSL) anbieten. Um den Zugriff auf einen oder mehrere Container zu regeln, kann ein Reverse-Proxy mit kostenlosen Let’s Encrypt...

Fragen / Kommentare


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu Mehr Details