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Raspberry Pi Inbetriebnahme

MiniComputer als Basis für bestimmte Aufgaben

Inhalt dieses Artikels:

    Bei Kauf meines ersten Raspberrys habe ich als erstes ein OpenElec Media-Center Image aufgespielt und gestartet: funktioniert, schneller und einfacher als erwartet. Dank des HDMI-Steckers und dem Full-HD Grafik-Chip eignet sich der Raspberry Pi wunderbar als TV-Ergänzung bei fehlenden oder mangelhaften Smart-TV-Funktionen oder als Motor für eine Retro-Spielekonsole wie Super Nintendo. Zudem gibt es speziellere Images für Automatisierungsaufgaben, zum Beispiel als Ergänzung für die Steuerung eines 3D Druckers. 

    Die Images sind in der Regel vorkonfiguriert und müssen im Prinzip nur auf eine Micro-SD-Karte aufgespielt werden, der Raspberry bootet dann von dieser. Zugegeben, beim Thema Automatisierung oder bei speziellen Anforderungen bis hin zur Entwicklung eigener Anwendungen, bleibt es dann nicht nur beim Aufspielen eines Images ...

    Schnellstart-Zusammenfassung

    Als Abkürzung für alle Ungeduldigen habe ich im Vorfeld die wesentlichen Schritte für die Inbetriebnahme zusammengefasst:

    Voraussetzungen

    • Raspberry-Pi: na klar ... 
    • Optional: Gehäuse
    • Micro-USB-Netzteil oder Smartphoneladekabel für die Stromversorgung, z.B. USB-Handy-Ladegerät am Besten mit mindestens 2A.
    • Optional für die Netzwerkverbindung:
      • Ethernetkabel oder WLAN-Zugang
    • Für die Steuerung (Eingabegeräte)
      • Mittels Netzwerk (Ethernet oder WLAN) oder
      • USB- Tastatur, Maus, Fernbedienung oder
      • Bluetooth-Eingabegerät oder
      • bei Einsatz eines TV-Gerätes mit CEC und einem passenden HDMI-Kabel kann die Steuerung über die TV-Fernbedienung erfolgen. 
    • Optional: je nach Anforderung HDMI-Bildschirm

    Images

    Am Anfang steht die Auswahl eines geeigneten Betriebsystems. Abhängig vom Einsatzgebiet kann dazu, wie bereits erwähnt, ein bereits vorkonfiguriertes Image verwendet werden.

    Raspbian

    Raspbian ist ein auf Debian basiertes Linux-Image. Raspbian ist das empfohlene OS für den Raspberry und wird von vielen anderen Images als Basis verwendet. Für Raspbian muss im ersten Schritt nicht zwingend ein Bildschirm auf den HDMI-Ausgang gesteckt werden. Da die Netzwerkkarte standardmäßig auf DHCP steht, kann sich der Raspberry bei Verbindung mittels Netzwerkkabel zu einem Router eine IP holen, mit dieser können wir uns dann über SSH auf den Raspberry verbinden.

     

    Download der aktuellen Version unter: http://downloads.raspberrypi.org/raspbian_latest 

      

    Für den SSH-Zugriff mittels Putty oder direkt von Linux werden für die Verbindung die vergebenen IP-Adresse des Routers und folgende Anmeldedaten verwendet: Als SSH Benutzer wird "pi" und als Kennwort: "raspberry" verwendet.(Verbindung mittels Putty: die IP kann in der Benutzerverwaltung des verwendeten Routers ausgelesen werden)

     

    Die initiale Konfiguration kann mit dem Befehl: sudo raspi-config gestartet werden.

    Wie auch bei anderen auf Debian-basierenden Linux-OS können auch beim PI neue Software-Updates mittels

    sudo apt-get update

    sudo apt-get upgrade

    eingespielt werden.

    OpenElec

    Für den Einsatz eines Mediacenters stecken wir den Raspberry per HDMI an einen Bildschirm oder ein TV-Gerät. Neue Fernseher können den Raspberry dann über das HDMI-Kabel und der TV-Fernbedienung steuern. Die Version 3 des Raspberrys kann sich auch per WLAN in das Heimnetz integrieren und neben USB-Fernbedienungen auch Bluetooth-Geräte koppeln. Für das initiale Setup reicht auch eine einfache USB-Maus.

    Download: http://openelec.tv/get-openelec 

    RetroPie

    Retro-Spielekonsole. Fertiges Image mit zahlreichen Emulatoren für meist ältere Spielekonsolen wie zum Beispiel Super Nintendo.

    Download: https://retropie.org.uk/ 

    OctoPi

    Steuerung für 3D Drucker, siehe:  OctoPi Installation 

    Aufspielen eines Images unter Windows 

    Die Micro-SD-Karte kann unter Windows mit dem kostenlosen Tool Win32-Disk-Imager bespielt werden.

    Wichtig ist dabei die Auswahl des Laufwerksbuchstaben für die SD-Karte, da ansonsten ev. eine falsche Partition überschrieben werden könnte ...

    Aufspielen eines Images unter Linux z.B. Ubuntu

    Anzeigen der Laufwerke mit dem Befehl: lsblk oder anzeigen mit df -h

    user@rechner ~ $ df -h
    Dateisystem Größe Benutzt Verf. Verw% Eingehängt auf
    udev 7,9G 4,0K 7,9G 1% /dev
    tmpfs 1,6G 1,7M 1,6G 1% /run
    /dev/sdb1 44G 27G 15G 64% /
    none 4,0K 0 4,0K 0% /sys/fs/cgroup
    none 5,0M 0 5,0M 0% /run/lock
    none 7,9G 88M 7,8G 2% /run/shm
    none 100M 36K 100M 1% /run/user
    /dev/sde2 7,2G 2,5G 4,5G 36% /media/boern/retropie
    /dev/sde1 57M 20M 37M 36% /media/boern/boot

    Image auf die SD-Karte klonen:

    sudo umount /dev/sde1
    sudo umount /dev/sde2
    sudo dd bs=4M if=/media/temp/pi3_retro_snes.img of=/dev/sde

     

    komprimiertes Image erstellen:

    sudo dd bs=4M if=/dev/sde | gzip > /media/temp/image`date +%d%m%y`.gz

    komprimiertes Images wiederherstellen:

    sudo gzip -dc /media/temp/imagexxx.gz | dd bs=4M of=/dev/sde
    letzte Änderung dieses Artikels: 17.05.2017 19:35



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